Vietnam

Die aus Südchina nach Süden abgewanderten Vietnamesen haben sich in historischer Zeit in der Nordhälfte ihres heutigen Territoriums niedergelassen und vom 10. Jahrhundert an ständig nach Süden ausgedehnt. Dabei wurde das Reich Champa vernichtet und die Khmer aus dem Mekong-Delta weitgehend vertrieben. Von 111 v. Chr. bis 939 n. Chr. und von 1413 bis 1428 war Vietnam chinesische Provinz.

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1858-1885 Eroberung durch
Frankreich und Zusammenschluß mit Kambodscha (1887) und Laos (1900) zu
Französisch-Indochina.
02.09.1945 Ausrufung der
Demokratischen Republik Vietnam durch die Provisorische Regierung unter
Präsident Ho Chi Minh.
19.12.1946 Militärisches Eingreifen
der Franzosen.
1954 Französische Niederlage
bei Dien Bien Phu. Zweiteilung Vietnams am 17. Breitengrad bei der
darauffolgenden Genfer Konferenz. Die für 1956 vorgesehenen Wahlen kommen
nicht zustande. Zunehmendes Engagement der USA auf Seiten des Südens.
1964 Erste amerikanische
Bombardements Nordvietnams nach dem Tonkin-Zwischenfall.
1968 Höchster amerikanischer
Einsatz in Vietnam mit 540.000 Mann Bodentruppen.
02.09.1969 Tod Ho Chi Minhs. Le
Duan wird Generalsekretär der KPV.
Jan. 1973 Pariser Abkommen über
die Beendigung des Krieges und die Wiederherstellung des Friedens in Vietnam.
30.04.1975 Fall Saigons.
1976 Gesamtvietnamesische
Parlamentswahlen. Neuer Staatsname “Sozialistische Republik
Vietnam”.
Dez. 1978 Einmarsch vietnames.
Truppen in Kambodscha, Sturz des Pol Pot Regimes.
Frühj. 1979 chin.-vietn. Grenzkrieg
(von China ausgelöst als Reaktion auf vietn. Intervention in Kambodscha)
Dez. 1986 Der VI. Parteikongress
der KPV beschließt die grundlegende Erneuerung aller Bereiche des
gesellschaftlichen Lebens (“doi moi”). Nguyen Van Linh wird zum
Generalsekretär des ZK der Partei gewählt.
Sept. 1989 Abzug der
vietnamesischen Truppenverbände aus Kambodscha.
Juni 1991 Auf dem VII.
Parteikongress findet der Erneuerungskurs Bestätigung. Do Muoi wird
Generalsekretär.
Juli 1995 Beitritt zu ASEAN, dipl.
Beziehungen zu USA, Koop.-Abk. mit EU.
Juni 1996 VIII. Parteikongress
bestätigt “doi moi”, Do Muoi bleibt Generalsekretär
Juli 1997 Neuwahl der
vietnamesischen Nationalversammlung
Sept. 1997 Neuer Staatspräsident:
Tran Duc Luong, Neuer Ministerpräsident: Phan Van Khai
Dez. 1997 Neuer Generalsekretär
der KPV: Le Kha Phieu
April 2001 Der IX. Parteikongress
beschließt Intensivierung der Erneuerungspolitik
Nong Duc Manh (bish. Präs. der Nationalversammlung) wird Generalsekretär.
Dez 2001 Ratifizierung des
Handelsabkommens in den USA
Mai 2002 Wahlen zur
vietnamesischen Nationalversammlung
Juli 2002 Premierminister Phan Van
Khai und Staatspräsident Tran Duc Luong werden in ihrem Amt bestätigt.

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