Ankunft in New York, Tipps und so forth (und so weiter)!

17 StudentInnen (inklusive David und mir) der Uni-Duisburg-Essen nehmen an der diesjährigen NMUN (National Model United Nation) in New York City teil – als einer von 3400 internationalen, studentischen TeilnehmerInnen. Die UN-Simulation beginnt am 18. März und dauert bis einschließlich dem 22. In der Woche davor werden von uns und unserem Dozenten, Christian Gäbel, eine Reihe von Interviews durchgeführt. Diese werden im Rahmen eines Lehrforschungsprojektes ausgewertet, dienen aber auch der Vorbereitung zur NMUN 2007. Zuerst zurück zum Anfang

Die Standardfrage, die der New Yorker Zollbeamte am JFK Aiport fragt, ist: “What is the purpose of your journey?“ Was ist der Zweck ihrer Reise? Am besten man lässt sich da als StudentIn gar nicht weiter auf irgendwelche Diskussionen ein und antwortet einfach: Urlaub. Es kam ja im letzten Jahr schon vor, dass ein Student “Business” als Grund auf dem Fragezettel – den man im Flugzeug in die Hand gedrückt bekommt und den man (natürlich richtig) beantwortet  angekreuzt hat. Das finden die Zollbeamten gar nicht witzig. Ihnen dann ruhig und sachlich zu erklären was die NMUN ist, kann zur Farce werden (“Do you want any problems?) Nichts desto trotz sind wir sicher und wohlbehalten im Hotel angekommen. Kurz zuvor, bei der Fahrt zum Hotel, fuhren wir schon am UN Hauptquartier (eines meiner ersten Eindrücke von Manhattan ist, dass fast jede Company/Organisation ihr Hauptquartier in dieser Stadt hat) vorbei, welches aber zwischen all den anderen beleuchteten Türmen kaum zu erkennen ist. Die ausgeschalteten Lichter haben dennoch ihren Grund: Das UN Hauptquartier könnte natürlich auch zum Ziel von terroristischen Anschlägen werden.

In New York City gibt es nicht nur 1000$ Belohnung wenn man Hinweise zur Festnahme des Verbrechers, der eine 101-Jährige Dame im Stadtteil Queens ausgeraubt hat, sondern auch wenn man Leute kennt, die (illegal) in Besitz einer Handfeuerwaffe sind. Das ist nur eine weitere Impression meinerseits, die ich bekam, als Fünf von uns auf dem Weg zu einem der ersten Interviewtermine waren.
Die Dame, die wir trafen arbeitet für eine NGO (Nicht-Regierungsorganisation), die sich explizit darum kümmert die Situation von Frauen in Afghanistan zu verbessern. In dem Büro in New York arbeiten gerade mal zwei Vollzeitkräfte. Trotzdem haben sie es geschafft, dass heute (12. März. Ein Schuljahr beginnt in Afghanistan immer im Frühjahr. Im eiskalten Winter ist kein Unterricht möglich, da eine Heizung nicht finanziert werden könnte.) eine erste Schule für Mädchen eröffnet werden konnte.

Mein zweiter Termin führte direkt zum UN Hauptquartier, zum DPKO (Department for Peacekeeping Operations). Von dort aus werden größtenteils die Missionen zur Friedenssicherung koordiniert. Mehr Morgen.

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