Der erste Tag im “fremden” Land

Gestern trat auch die zweite UN Delegation der Universität Duisburg-Essen ihren Weg in die Ferne an. Genauer gesagt nach Genf in die Schweiz, wo in der kommenden Woche die World MUN stattfinden wird, eine von der Harvard University organisierte UN Simulation, bei der die Delegation den Staat Senegal vertreten wird.

Auch wenn es nicht – wie bei unseren Kollegen – ganz so weit ging, begann unsere Reise auch am Düsseldorfer Flughafen, denn Gruppenfahrten mit der Deutschen Bahn sind weitaus schwerer zu bekommen, als ein Flugticket – was durchaus als Kritik gemeint ist. Wie dem auch sei musste so ein Billigflieger nach Zürich genutzt werden, von wo dann die Fahrt dann mit dem Zug nach Genf führen sollte. Nach den üblichen Sicherheitskontrollen und einer unangenehmen und wie sich später herausstellen sollte treuren Begegnung mit den neuen EU-Verordnung zum Handgepäck ging es mit einiger Verspätung dann auf den 50minutigen Flug. Der Grund für die Verspätung lies einige daran denken, doch noch etwas vergessen zu haben: Handschuhe, Schal und Mütze, denn in der Schweiz ist der Winter wieder da.

In Zürich war das einzige exotische zunächst eine Bahnfahrt vom Ankunftsterminal zur Gepäckausgabe, als uns in der Bahn Kuhglocken, Gejodel und weitere akustische Untermahlung deutlich machten, dass auch Klischees gerne gepflegt werden. Aber das war auch alles was, neben dem unterirdischen Bahnhof, ungewöhnlich war. Denn spätestens bei dem Werbeplakat eines großen Elektromarktes mit der Unterschrift “ich bin doch nicht blöd”, war zumindest bei mir jedes Gefühl der Fremde erstmal verschwunden. Okay, man musste mit Schweizer Franken bezahlen und das Deutsch der Kassiererin im Supermarkt des Bahnhofes war eben schweizerisch, aber irgendwie war eben noch alles deutsch.

Erst als sich kurz vor Fribourg schließlich die Reihenfolge der Ansagen im Zug umdrehte und der nächste Bahnhof damit nun zunächst Franzäsisch dann Deutsch angesagt wurde und auch die Werbetafeln am Bahnsteig in das für mich leider unverständliche Französisch wechselten, wurde alles ein wenig fremder und gleichzeitig ein interessanter Moment, wenn ohne Grenze plötzlich alles anders ist 🙂

In Genf angekommen wurde entsprechend ins Hotel gezogen und das nähere Umfeld samt einer Stärkung erkundet. Am abend ging es dann aber auch bereits mit der Arbeit los: In einer Teambesprechung wurde sich auf die heute anstehenden Interviews bei der Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA) und dem International Council of Human Rights Polics (ICHRP) vorbereitet – aber dazu später mehr…