Der erste Tag als Delegierter der Permanenten Mission der Republik Senegal in Genf

Gestern war der erste offizielle Sitzungstag im International Conference Center of Geneva! Bis man sich eingewöhnt hat ist alles erst einmal Chaos und völlig unentspannt! Jennifer und ich sitzen im Disarmament and International Security Committee (DISEC). Weiter ist Senegal durch uns im IAEA, der Historical General Assembly, SPECPOL, der WTO, UNHCR, African Union, Organisation Islamischer Staaten, etc.

Ich kann hier ja nur on mir schreiben, deswegen berichte ich auch nur aus dem DISEC. In diesem Komitee sitzen ca. 144 Nationen und alle sind auch vertreten. Dementsprechend haben wir einen sehr großen Konferenzraum und noch das Glück, dass wir die einzigen sind, die Tische, Stromanschluss, Kopfhörer und Mikrofone haben.
Wir haben aber geschlagene zwei Stunden gebraucht, bis wir das Thema festgelegt haben, welches wir und den nächsten Tagen bearbeiten möchten. Zu unserem Glück steht nun auf der Agenda unser Favorit. Eine mögliche Verabschiedung einer Resolution zur Ächtung und Illegalisierung von Kleinen und leichten Waffen. Gemeint sind hierbei so Dinge wir Pistolen, Gewehre und ganz besonders Panzerfäuste sowie Raketen betriebene Granaten.
Nach dem Agenda Setting ging es an die erste Erstellung einer Speakers-List. Auf dieser sind wir auf Platz 52 zu finden und wir sind im Komitee am Ende des Tages gerade mal bei Nummer 24. Nicht das jetzt alle denken, das man so lange spricht, nein, die Speakers-List wird immer wieder von moderiertem und unmoderiertem Caucus (Diskusionen, Besprechungen) unterbrochen.

Wir als Senegalesen mussten feststellen, das wir ein wenig zwischen den Stählen sitzen, da wir auf der einen Seite mit den Afrikanern zusammenarbeiten müssen, auf der anderen Seite aber auch einen guten Draht zu den Europäern, ganz besonders den Franzosen haben müssen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Afrikaner und auch die Europäer in jeweils drei Gruppe unterteilt haben. Somit ist es sehr schwer den Überblick zu behalten und überall ein Wörtchen mit zu reden.

Ein weiterer Punkt warum wir noch nicht so erfolgreich waren, ist sicherlich die vorangegangene Nacht. In dieser Nacht war Global Village. Alle Delegationen sollten das Land vorstellen, das sie repräsentieren. Das artete dann in eine riesige Partie aus, da nahezu jede Delegation Landestypischen Alkohol dabei hatte und man ja auch alles probieren musste. Und noch dazu gab es an eigentlich jedem Stand auch noch was Leckeres zu essen. Es war auf jeden Fall überaus amüsant.

Heute Abend sind wir für die Historical Tour angemeldet. Es soll sich um eine historische Stadtführung handeln. – Wir sind gespannt –

Bis dann,
Sascha