Aus Duisburg und Essen zum Essen mit Diplomaten

Auch am Mittwoch hieß es wieder: früh aufstehen, denn eine neue Runde an Interviews und interessanten Besuchen stand an. Der erste Termin fand in der ständigen UN-Vertretung Deutschlands direkt im obersten Stockwerk dieses beeindruckenden Gebäudes statt. Katharina Margetts vom ICTY (International Criminal Tribunal for the former Yugoslavia) stellte uns sowohl das ICTY, als auch den ICC (International Criminal Court) und dem ICJ (International Court of Justice) vor. Natürlich ging sie dabei auf die Unterschiede zwischen den drei Organisationen ein und erklärte die Arbeitsweise des Tribunals.

Nach dieser interessanten Einführung in internationale Rechtsorganisationen brauchten wir nur ein paar Meter weiter zu gehen, um im Gebäude der UNDP unsere nächsten Interviewpartner zu besuchen. Als erstes wartete Herr Kyo Naka, stellvertretender Repräsentant des UNDP. Zuerst stellte er uns einige Fakten zu China vor, danach ging er auf die Herausforderungen der UNDP im Bezug auf China ein. Nachdem die Frage-und-Antwortsession durch terminliche Verpflichtungen leider recht kurz blieb, konnten wir unsere Mittagspause in der Mensa des UNDP genießen. Die Qualität des Essens war außerordentlich hoch und die Preise waren für New Yorker Verhältnisse sogar ziemlich günstig.

Nach dieser kurzen Mittagspause, bei der wir eine wunderbare Aussicht auf das UN-Hauptgebäude genießen konnten, gingen wir auch schon zu unserem nächsten Treffen mit Herr Jan Neutze, Experte im CTITF (Counter-Terrorism Implementation Task Force Office) und Anne Charbord, Expertin beim Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen. Beide gewährten uns einen informativen und vor allem umfassenden Einblick in die Arbeit der Task Force und des Menschenrechtsrats und erklärten uns die Zusammenarbeit zwischen den beiden Organisationen. Geduldig gingen sie auf unsere Fragen bezüglich Terrorismus, den Taliban und Menschenrechtsfragen ein.

Nach diesem interessanten Interview mussten wir uns beeilen, um unseren letzten Interviewtermin dieses Tages noch zu erreichen. Dieser fand im Council on Foreign Relations mit Adam Segal statt, einem Wissenschaftler dieses Institutes. Geduldig ging er auf die gegenwärtige Außenpolitik Chinas ein und stelle dabei außerordentlich interessante Zusammenhänge heraus. Jetzt haben wir auch einen genaueren Einblick in die Beziehungen zwischen den USA und China.

Nach vier interessanten Interviews endete auch dieser Tag mit neuen Eindrücken und vor allem neuen Perspektiven für die NMUN in der kommenden Woche.